dju-Vorstand klagt gegen Vorratsdatenspeicherung

Die Mitglieder des Bundesvorstands der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di haben sich geschlossen der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten angeschlossen.

Die Vorratsdatenspeicherung ist ein Eingriff in die Privatsphäre der Bürger. Berufe und Funktionen, die auf dem vertraulichen Umgang mit Informationen basieren, wie Personalräte, Anwälte, Ärzte und Journalisten, sind dabei besonders betroffen.

Zudem ist die Pressefreiheit in Gefahr, denn die von der Bundesregierung angestrebte Regelung höhlt den Informantenschutz in eklatanter Weise aus.

Die dju ruft daher ihre Mitglieder auf, die Verfassungsbeschwerde zu unterzeichnen. Eine Vorlage ist unter http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de abrufbar.

 

Autor: Annette Mühlberg · 27.11.07
 

Kommentare

 
Karl Post · Dienstag 18. Dezember 2007 · 10:18
Nicht meckern und klagen, sondern handeln. Ändert Eure Kommunikationswege: 1. Verwendet keine E-Mail-Konten, deren Verkehrsdaten gespeichert und Schnüfflern ausgeliefert werden.
2. Verwendet einen Internetzugang, der Eure wirkliche Adresse versteckt. Unter dem Suchbegriff "Proxy" oder besser "elite proxy" wird man fündig.
unter http://www.berufsgeheimnistraeger.de findet Ihr übrigens ein passendes Angebot.
3. Verwendet einen Browser, der Cookies ohne Aufhebens mit dem Schließen löscht. Verwendet auf keinen Fall den Internet Explorer und wenn er noch so allgegenwärtig ist.
4. Verbannt alle FLASH-Inhalte von Euren Euren Rechnern. Flash ist böse und öffnet Interessenten eine lückenlose Überwachung aller besuchten (Flash-)Seiten - und zwar unabhängig vom Browser.
5. Google und Co sind böse. Alle Erweiterungen, Erleichterungen und Personalisierungen dienen nur dem Zweck, Euch wiederzuerkennen und Eure Wege durchs Web zu dokumentieren. Daß diese Erkenntnisse den Schnüfflern zur Verfügung stehen, ist leider bewiesen.
6. Verwendet die Suchmaschinen immer und nur "pur" und ohne Zusätze (Google-Bar etc). Verbietet es den Suchmaschinen, Cookies zu setzen.
Merke: der Polizei findet im Internet statt, und wer trotzdem journalistisch, unabhängig und unbeobachtet kommunizieren will, muß ein bisschen tätig werden - und sei es daß er seinen Provider wechselt.
 

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