Weit über 200 Personalräte kamen zum bundesweiten Personalräteforum des Fachbereichs Gemeinden am 6./7. Oktober 2004 nach Magdeburg.

Aus Nord und Süd, Ost und West kamen Kolleginnen und Kollegen zusammen und diskutierten über „eGovernment: Neue Arbeitsformen und soziale Standards“. Die beiden ReferentInnen, Marion Junker, Vorsitzende des Bundesfachbereichsvorstands Gemeinden, und Annette Mühlberg, Leiterin des ver.di-Referats eGovernment, Neue Medien, Verwaltungsmodernisierung, trugen leuchtende Streikwesten, um deutlich zu machen, dass eGovernment keine abstrakte technische Angelegenheit ist, sondern sowohl einen wichtigen Anteil an Lebensqualität und Arbeitsbedingungen hat wie auch unter organisationspolitischen Gesichtspunkten wichtig ist, weil KollegInnen an den „IT-Schaltstellen“ die Streikfähigkeit mitbestimmen.

Marion Junker legte in ihrem Eingangsstatement besonderes Augenmerk auf die verwaltungsübergreifende Vernetzung der Arbeit, die auch vor Landesgrenzen keinen Halt mache. Durch die zunehmende Internationalisierung öffentlicher Dienstleistungen und Arbeitsformen werde internationales gewerkschaftliches Engagement immer wichtiger. Deshalb sei es besonders positiv, dass der Fachbereich Gemeinden mit Kollegin Annette Mühlberg die ver.di-Delegierte zum UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft stelle und sich dort aktiv in die Debatten öffentlicher Infrastrukturleistungen und Arbeitnehmerrechte einbringe.

Annette Mühlberg gab in ihrem Referat einen Überblick über die Auswirkungen des eGovernment auf Arbeitswelt und Gesellschaft und wichtige Forderungen, die in Dienstvereinbarungen Eingang finden sollten. Die Folien zum Referat findet Ihr hier.