eDemokratie – eGovernment – öffentliche Dienste

Der ver.di-Kongress zum Wandel der Arbeitswelt und öffentlicher Infrastrukturleistungen: „eDemokratie – eGovernment – öffentliche Dienste“ fand vom 7. – 9. Mai 2003 in Berlin statt.

Ziel dieses Kongresses war es, erstmals einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Facetten der Einführung von eGovernment und die möglichen Chancen von eDemokratie zu geben und dabei die Rolle des öffentlichen Dienstes, der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum zu stellen.

eGovernment, zu deutsch, elektronisches Regieren und Verwalten, bietet neue Verfahren, die Verwaltungen sowohl untereinander – quer durch die Ebenen von Stadt, Land und Bund – als auch grenzübergreifend zu vernetzen sowie mit Unternehmen und Betrieben oder Bürgerinnen und Bürgern in direkten Austausch über das Netz zu treten.

Die neuen Informationstechnologien ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern, ihre öffentlichen Einrichtungen jederzeit online zu erreichen und sich an Entscheidungsprozessen online zu beteiligen.

Von der kommunalen bis zur Bundesebene gibt es viele Initiativen, diese Entwicklung staatlich zu begleiten. Große Projekte wie Media @ KOMM und Bund Online 2005 sind Ausdruck der Bestrebung, der Informationsgesellschaft neue Infrastrukturen zu geben.

Profilierte Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Personalvertretungen, Wissenschaft, Gewerkschaft und Spitzenverbänden diskutieren mit Bürgerinnen und Bürgern, ArbeitnehmerInnen und PolitikerInnen:

  • zu welchen Bedingungen die Geschäftsabläufe der öffentlichen Hand effizienter und kostengünstiger werden, welche Konzepte bestehen, den Bürgerinnen und Bürgern einen, den neuen Technologien gemäßen, besseren Service zu bieten und ob und wie Demokratie durch die bisherigen Planungen gestärkt wird,
  • wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Gestaltung ihrer Arbeitswelt einbezogen werden, wie sie sich einbringen können, welche Mitbestimmungsrechte sie haben, welche Auswirkungen die anstehenden Veränderungen auf ihre Arbeitsplätze haben, auf Beschäftigung, auf Qualifizierungsanforderungen und ob es möglich ist, die neuen Technologien statt für Verhaltenskontrolle, für selbstbestimmteres Arbeiten zu nutzen,
  • wie die neuen Möglichkeiten der Information, Vernetzung und Aktion der Demokratie nutzbar gemacht werden können (Demokratie ist nicht mit – Online-Wahlen – zu verwechseln) und wie Gefahren für die Demokratie durch Wissensmonopolisierung, Überwachung und Zensur gebannt werden könnnen.

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