Wichtige Begriffe aus dem Bereich eGovernment, eDemokratie und Computer

Authentisierung

Unter einer Authentisierung versteht man die Vorlage eines Nachweises eines Kommunikationspartners, dass er tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein.

Authentifizierung

Unter einer Authentifizierung versteht man die Prüfung einer Authentisierung, d.h. die Überprüfung, dass ein Kommunikationspartner tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein.

back office/Backend

Das Backoffice oder Backend einer IT-Anwendung dient der Speicherung und Verwaltung der Daten (Datenbank) im Fachverfahren der Behörde.

Betriebssystem

Oberbegriff für die Programme an der Schnittstelle zwischen Computer und Nutzer, die folgende Aufgaben wahrnehmen: Verwaltung von Betriebsmitteln wie z.B. Arbeitsspeicher, CPU- Arbeitszeit, Peripheriegeräte (Maus, Tastatur, Bildschirm, Drucker usw.), Verwaltung von Dateien, Durchführung von Ein- und Ausgabeoperationen sowie Fehlerbehandlung. Das Betriebssystem ist in der Regel modular aufgebaut, sodass sich nur die gerade aktuell benötigten Programme des Betriebssystems selbst im Arbeitsspeicher befinden und Platz benötigen. Beispiele für Betriebssysteme im PC- und Workstation-Bereich sind DOS, OS/2, Windows, Unix und das Unix-ähnliche Linux.

Digitale Signatur

Sicherungsmechanismus für elektronische Daten, bei dem aus der Information mittels eines geheimen Schlüssels ein Wert erzeugt wird, der mithilfe eines zugehörigen öffentlichen Schlüssels verifiziert werden kann. Die digitale Signatur dient dem Schutz der Authentizität und der Integrität der Daten.

DNS/DNS-Root-Server

Das Domain Name System (DNS) stellt die Verknüpfung zwischen den Domainnamen und den numerischen Rechneradressen her. Das DNS ist hierarchisch aufgebaut und erfordert von daher zwingend eine einzige, zentrale oberste Ebene: Den sogenannten Root Server. Dort sind alle gültigen Top Level Domains (wie .com oder .de) verzeichnet sowie die jeweiligen Computeradressen der Registrierungsstellen, die diese verwalten.

Domain, Domäne

bezeichnet den Namen eines Internet-Servers. Sie ist Bestandteil der URL, mit Hilfe derer der Server im Internet adressiert werden kann. Meist handelt es sich um den Namen einer Firma, einer Organisation oder einer Person.

Elektronische Signatur

Nach §2 Signaturgesetz (SigG) „Daten in elektronischer Form, die anderen elektronischen Daten beigefügt oder logisch mit ihnen verknüpft sind und die zur Authentifizierung dienen. Diese allgemein gefasste Umschreibung umfasst als mögliche technische Realisierung die Digitale Signatur.

Freie Software/Linux

Nach einer erstmaligen Definition von Richard M. Stallman, ist Software dann freie Software, wenn sie den Prinzipien der folgenden vier Freiheiten entspricht: 1. Die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck einsetzen zu dürfen 2. Die Freiheit, untersuchen zu dürfen, wie ein Programm funktioniert und es den eigenen Bedürfnissen anzupassen 3. Die Freiheit, Kopien für andere machen zu dürfen 4. Die Freiheit, das Programm verbessern zu dürfen und diese Verbesserungen zum allgemei-nen Wohl zugänglich zu machen. Näheres dazu siehe auch: www.fsfeurope.org. Typische Freie Software-Projekte sind beispielsweise Mozilla, GNU-Linux und mySQL.

front office/Frontend

Kommunikationsschnittstelle zwischen einem IT-System und dem Nutzer. Ein einfaches Frontend kann z.B. aus einer Eingabemaske bestehen, in die der Benutzer Daten eingibt, welche über die Middleware an das Backend weitergeleitet werden.

ICANN

Die Abkürzung steht für Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. ICANN ist eine private Internet-Organisation mit Sitz in Marina del Rey, Kalifornien, die bestimmte zentrale Koordinierungsaufgaben im Internet übernimmt. Es geht dabei um folgende Bereiche: IP-Adressen: ICANN koordiniert das IP-Adressensystem und ist die oberste Instanz, die IP-Adressenblöcke vergibt. Die Blöcke werden an die regionalen IP-Registries vergeben, die sie dann weiter verteilen. Domainnamen-System: ICANN koordiniert das Domainnamen-System (DNS) und ist insbesondere die Instanz, die über die Einrichtung von Top-Level-Domains entscheidet. Internet-Protokolle: ICANN koordiniert die Zuweisung von Parametern mit Internet-Bezug und ist z.B. für die Vergabe von IP-Port-Nummern zuständig. Rootserver System: In diesem Punkt hat ICANN eine deutlich geringere Rolle als in den anderen Bereichen. ICANN überwacht zwar den Betrieb des Rootserver-Systems, bislang scheint die US-Regierung jedoch nicht bereit zu sein, die letzte Aufsicht darüber völlig abzugeben.

IP-Adressen

Eindeutige Internetadresse, bestehend aus einer 32-Bit Zahl, die durch vier Byte (0-255) dargestellt wird, z.B. ist 132.230.1.108 eine gültige IP-Adresse.

(Internet-)Provider

Man unterscheidet zwischen Access-, Content- und Service-Providern. Ein Access-Provider (Access = Zugang) vermittelt den Nutzer-Innen Zugang zum Internet. Er bietet selbst keine eigenen oder fremden Inhalte an. Ein Content-Provider ist ein Anbieter eigener oder fremder Inhalte auf seiner Website, z.B. zum Downloaden für die NutzerInnen. Das Vorhalten der Inhalte kann direkt über einen eigenen Server des Content-Providers oder indirekt über einen Service Provider erfolgen.

Service-Provider sind Anbieter fremder Inhalte, die durch ihn entsprechend aufbereitet und auf seinen Rechnern vorgehalten werden. Ein Beispiel ist der Service-Provider T-Online hinsichtlich der persönlichen Websites seiner KundInnen.

Logfile

Während des Server-Betriebes werden Anfragen und Zugriffe von anderen Rechnern in einem Logfile protokolliert. Durch die Analyse dieses Protokolls können mit geeigneter Software Rückschlüsse auf Visits, AdClicks und weitere mediaplanerisch relevante Werte gezogen werden.

Offene Standards

Standards sind dann offen, wenn sie in einem offenen, jedem Interessierten zugänglichen Prozess entstehen und für jeden Interessenten frei verfügbar sind (z.B. im Internet). Offene Standards können darüber hinaus von jedem Interessierten lizenzfrei in eigene Produkte integriert werden. Siehe: Internet-Provider

Public Private Partnership

Kooperation von öffentlichen Stellen (Behörden) mit privatwirtschaftlichen Firmen.

Quelltext/Code

Der Ursprungstext, der nach dem Kompilieren als Programm ausgeführt werden kann. Auch die den Webseiten im Internet zugrunde liegenden Textdateien werden Quelltext genannt.

Server/Client-Server

Client: Rechner (meist Arbeitsplatz-Rechner) oder Programm, der/das in einer Client-Server-Interaktion die ihm übertragenen Aufgaben erledigt oder bestimmte Leistungen vom Server anfordert. Server: Rechner oder Programm, der/das in einer Client-Server-Interaktion für mehrere, verteilt angeordnete Clients Dienste erbringt. Die Client-Server-Architektur beschreibt das Prinzip derAufgabenbeziehungen in einem Netzwerk. Ein Server stellt allgemeine Dienste, beispielsweise Mailvermittlung oder Datenbankbereitstellung, zur Verfügung. Die Clients sind mit dem Server über Internet oder per Netzwerk verbunden und können auf diesen, unter Verwendung eines gemeinsamen Protokolls, zugreifen. Ein typisches Client-Server-System ist das Internet, wo der Benutzer (Client) mittels seines Browsers mit dem Webserver kommuniziert, beide benutzen das TCP/IP-Protokoll.

TLD

TLD bedeutet „Top Level Domain“, und das ist der Teil nach dem letzten Punkt in der Domain. Es gibt zwei verschiedene Arten von TLD‘s, gTLD‘s und ccTLD‘s. gTLD steht für generic Top Level Domain und ccTLD steht für country code Top Level Domain. Jede TLD hat ihre eigene Registrierungsbehörde, manche sind sehr bekannt, wie z.B. Afilias oder NeuLevel. Diese Registries sind für den zugewiesenen Namensraum verantwortlich.

URL

Uniform Resource Locator – Adressierungsschema für Dokumente und sonstige Dateien im Internet, bestehend aus Protokoll und Adresse, z.B. www.kleines-lexikon.de. In der URL www.kleines-lexikon.de ist kleines-lexikon die Domain-Bezeichnung. Die Domain wird von den Registrierungsstellen, wie z.B. [1&1 New WebHosting], bei einem NIC, in Deutschland beim DeNIC, beantragt. Die Bezeichnung einer .de-Domain darf nicht länger als 63 Zeichen (A-Z, a-z, 0-9 und Bindestrich) sein und muss mit einem Buchstaben beginnen.

Web-Browser

Programm (grafische Benutzer-Oberfläche) zum Anzeigen der im WWW abrufbaren Hypertexte.

Verschlüsselung

Mathematisches Verfahren zum Schutz der -› Vertraulichkeit, asymmetrische Verschlüsselung, symmetrische Verschlüsselung.

  • Asymmetrische Verschlüsselung:
    Auch Public-Key-Verschlüsselung genannt. Verschlüsselung, bei der Informationen mit dem öffentlichen (public) Schlüssel in ein nicht lesbares so genanntes Chiffrat überführt werden und nur mit dem geheimen (privaten) Schlüssel wieder in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt werden können. Vgl. auch symmetrische Verschlüsselung.
  • Symmetrische Verschlüsselung:
    Verschlüsselung, bei der Informationen mit ein und demselben Schlüssel verund entschlüsselt werden. Vgl. Auch asymmetrische Verschlüsselung.
  • Hybride Verschlüsselung: Verschlüsselungsverfahren, das Methoden der – asymmetrischen und der symmetrischen Verschlüsselung in geeigneter Weise verknüpft und die Vorteile beider Verfahren verbindet. Heute gängiges Verfahren zur Sicherung der Vertraulichkeit bei elektronischer Kommunikation über offene Netze. Verglichen mit Papierpost stellt Verschlüsselung bei E-Mail den Vorgang dar, einen Briefbogen in einen Briefumschlag zu stecken. Ohne Verschlüsselung werden keine elektronischen Briefe, sondern nur (von jedem lesbare) elektronische Postkarten verschickt.

Vertraulichkeit

Gewährleistung, dass Daten und Informationen ausschließlich Befugten in der zulässigen Weise zugänglich sind.