Digitale Bürgerrechte im Zentrum des Theodor-Heuss-Preises
Der diesjährige Theodor-Heuss-Preis ging an den Rechtsanwalt und früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum, der sich gegen das Aushöhlen der Bürgerrechte und für den Schutz der Privatsphäre - auch und gerade am heimischen Computer sowie am Arbeitsplatz ausspricht.
Seine Dankesrede findet Ihr bei der Frankfurter Rundschau.
Außerdem wurde dem Verein „FoeBuD“ die Theodor-Heuss-Medaille verliehen.
Die Theodor Heuss-Stiftung begründet die Verleihung mit dem „außerordentlichen Engagement“, mit dem der Verein sich seit Langem durch „Aktivitäten im Bereich des Datenschutzes für Bürgerrechte und im weiteren Sinne für eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Gesellschaft“ einsetze. Mit der Verleihung der BigBrotherAwards mache er „die Öffentlichkeit auf den mißbräuchlichen Umgang mit den sich immer rasanter verändernden Möglichkeiten durch die wissenschaftlich-technischen Entwicklungen aufmerksam“ und weise damit drastisch auf „die Verantwortung nicht nur der politischen Institutionen, sondern auch des Einzelnen hin, seine Rechte zu erkennen und entsprechend wahrzunehmen.“
FoeBuD-GründerInnen Rena Tangens und padeluun freuen sich über die Auszeichnung: „Datenschutz und Bürgerrechte sind wichtige Themen in der Öffentlichkeit geworden und haben ganz neue Kreise erreicht, der Widerstand gegen Überwachung bewegt mittlerweile sehr viele Menschen. Die Verleihung der Theodor-Heuss Medaille zeigt, dass der Anteil des FoeBuD an dieser Entwicklgung anerkannt wird.“
Der Theodor-Heuss-Preis wird alljährlich von der Theodor-Heuss-Stiftung vergeben, um Beispiele besonderer Zivilcourage oder des Einsatzes für Demokratie zu würdigen. Die Stiftung wurde 1964 nach dem Tode des ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss, auf Initiative von Hildegard Hamm-Brücher u.a. gegründet.



