Krieg der Standards
Zur Zeit spielen Offene Standards an mehreren Schauplätzen eine Rolle. Einmal sorgt der Koalitionsantrag für offene IT-Standards weiter für Wirbel und außerdem versucht Microsoft für das eigene Format MS-OOXML, eine ISO-Zertifiziert zu bekommen.
Am 20. Juni berichtete die Neue Züricher Zeitung von Microsofts Versuch unter dem Titel Krieg der Standards. Hintergrund: „Um elektronische Dokumente langfristig zu archivieren, braucht es gut dokumentierte, offen zugängliche und breit abgestützte Standards. Solche Standards gibt es, doch leider zu viele.“ Offene Standards sind auch im Bezug auf Herrstellerunabhängigkeit von großer Bedeutung.
Gestern hat die Free Software Foundation Europe (FSFE) ein Dokument mit dem Titel Six questions to national standardisation bodies (Sechs Fragen an die Nationalen Standardisierungsinstitutionen herausgegeben. Hierin werden Fragen mit Hintergrundinformationen zu den folgenden Themen gestellt:
- Applikationsabhängig?
- Unterstützung bereits existierender Offener Standards?
- Abwärtskompatibilität für alle Hersteller?
- Proprietare Erweiterungen?
- Doppelte Standards?
- Rechtliche Sicherheit?
Außerdem empfiehlt die FSFE, diese Fragen durch unabhängige Berater und Experten beantworten zu lassen und insbesondere nicht von Microsoft oder einem der Partner, welche in diesem Fall einen Interessenkonflikt hätten.
Ausführliche Informationen zur ablehnende Haltung gegenüber Microsoft-OOXML gibt es bei Grokdoc und XMLopen.
Der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) hat eine Petition - „Say No to Microsoft Office broken standard“ gestartet.



