Der gläserne Hartz-IV-Empfänger!
In Kiel beschreitet die Arbeitsagentur neue Wege: Hartz-IV-Empfängern werden „Hausaufgaben“ gegeben, „soziale Netzwerkkarten“ über sich zu erstellen, die fristgerecht schriftlich eingereicht werden sollen. Hartz-IV-Empfänger sollen berichten über ihren Tagesablauf, Telefonate, beste Freunde… Es ist nicht der erste Gesetzesverstoß der Sozialbehörden.
Die Fragen/Aufgaben lauten (Auszüge):
„Welche Menschen gibt es in Ihrem Umfeld, mit denen Sie regelmäßg Kontakt haben? Z.B. jeden Tag, einmal pro Woche/Monat. Bitte erstellen Sie eine `soziale Netzwerkkarte´“.
Aufgegliedert nach:
“- Weites Umfeld: Ärzte/ Nachbarn/ Freunde/ Schule etc.
Framilie/ Freunde/ Bekannte
Vereine/ Verbände
Behörden/ Institutionen“
Unter dem Titel „Erfassung von Potentialen“ wird u.a. gefragt:
“- Wer sind Ihre Freunde (Nachbarschaft etc.)
Wen informieren Sie bei wichtigen Ereignissen wie z.B. Schulabschluss Ihres Sohnes?
Von wem könnten Sie sich eine größere Geldsumme borgen?
Wo ist Ihr Lieblingsplatz in dieser Stadt? Was machen Sie dort?
Wer waren früher Ihre Freunde in der Schule? Zu wem hben Sie noch Kontakt? Wie oft? Welche Anlässe?…
Mit wem haben Sie sich letzte Woche getroffen/ telefoniert/ gemailt?
Wer wohnt in Ihrer Straße / im selben Haus?
Den gesamten Fragebogen finden sie im Anhang.
Und hier, einen interessanten Artikel der Zeit zu diesem Thema.



