weblog zum Thema


Dienstag 22. August 2006

Mehr Privatsphäre beim Suchen dank TrackMeNot

In den letzten Monaten gerieten, wie bereits berichtet, die Anbieter der populärsten Suchmaschinen wiederholt ins Kreuzfeuer. Die US-amerikanische Regierung hatte auf die Herausgabe von Suchanfragen gefordert, und alle Unternehmen hatten schließlich unauffällig nachgegeben – nur Google hatte öffentlich protestiert. User, die in Zukunft verhindern möchten, dass ihre sensiblen Kundendaten eventuell weiter gegeben werden, können nun selbst für mehr Privatsphäre sorgen:

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Dienstag 8. August 2006

CIA-Spionage auch in deutschen Bankkonten

Die europäische Finanzgesellschaft SWIFT, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication tätigt beinah sämtliche Überweisungen ins Ausland sowie Eilüberweisungen im internationalen Bankenverkehr. In jüngster Zeit wurde jedoch skandalträchtig bekannt, dass die Genossenschaft der Geldinstitute mit Sitz in Belgien bereits seit immerhin fünf Jahren die Daten von insgesamt 20 Millionen Überweisungen an die US-amerikanischen Behörden übermittelt hat. Die vertraulichen Informationen wurden von der SWIFT sogar ohne Gerichtsbeschluss und Rechtsgrundlage versandt. Ohne jemals einen Anspruch vor einem ordentlichen Gericht geltend gemacht zu haben, soll das US-Finanzministerium offensichtlich solange Druck ausgeübt haben, bis eine Einigung hinter verschlossenen Türen erzielt war. Nach den Regeln internationaler Datenzentren steht auch in New York ein Datenzentrum mit einer vollständigen Kopie aller Transaktionsdaten innerhalb der EU. Nach Angaben von SWIFT hätten ohne Einigung alle Daten beschlagnahmt werden können. Übermittelt wurden bis heute mehr als 100 Millionen Datensätze von Überweisungen – vom Bankengeheimnis keine Spur.

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Mittwoch 21. Juni 2006

Yahoo!: Selbstzensur in China

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat in einer Untersuchung über die Selbstzensur von chinesischen Internet-Suchmaschinen klar Yahoo! die größte „Kompetenz“ zuerkannt. Während die chinesischen Versionen von Google.cn und msn.cn noch prozentual mehr Informationen durchlassen, die nicht von den Behörden autorisiert wurden, arbeiten die Filter bei Yahoo.cn ähnlich strickt wie bei der chinesischen Suchmaschine Baidu.cn.

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Dienstag 6. Juni 2006

Gegen Online-Repressalien: Kampagne von Amnesty International

Der britische Ableger der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat zusammen mit der britischen Tageszeitung The Observer und der OpenNet Initiative eine Kampagne gegen Internet-Zensur gestartet: Irrepressible.info will demonstrieren, dass niemand davon abgehalten werden kann, seine freie Meinung „online wie offline“ uneingeschränkt zu äußern und nicht durch Repressalien bedrängt werden kann, so die Kampagne. In China, Vietnam, Tunesien, Iran, Saudi Arabien und Syrien würden zu den Staaten zählen, die den Zugang zum Internet zensieren und Einwohner verfolgen und inhaftieren, weil sie online ihre Kritik zu den Verhältnissen geäußert hätten. „Internet-Repression geht nicht nur von Regierungen aus“, erklärt Amnesty International weiter: „IT-Unternehmen haben Systeme mit aufgebaut, die den Einsatz von Überwachung und Zensur ermöglichen. So hat Yahoo! die privaten Daten von E-Mail-Nutzern den chinesischen Behörden übermittelt und damit dazu beigetragen, dass in Fällen unrechtmäßige Verhaftungen statt fanden. Microsoft und Google sind beide den Forderungen der Regierung nachgekommen, aktiv chinesische Nutzer von ihren angebotenen Services einzuschränken.

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Dienstag 11. April 2006

Freies WLAN für alle – aber um welchen Preis

Der Traum von grenzenlosen Internet für jeden schien so schön: Die Suchmaschine Google und der Internet-Provider EarthLink plant, die amerikanische Stadt San Francisco flächendeckend mittels eines drahtlosen Funknetzes, genannt WLAN, zu verbinden. Ein wünschenswertes Vorhaben, um die Digitale Spaltung in der Gesellschaft zwischen „verlinkten“ Menschen mit Internet-Zugang und von Informationen ausgeschlossenen Bürgern ohne Anschluss kommunal zu überwinden. Der Knackpunkt wurde aber nun bekannt gegeben: Das gigantische Projekt soll nun mit Werbeeinnahmen von ortsansässigen Geschäften und Betrieben finanziert werden, die die technisierten Passanten mit Werbebotschaften auf sich aufmerksam machen. Das Problem dabei ist nun, dass dafür die Bewegungsdaten der Benutzer von Google ermittelt und für 180 Tage gespeichert werden sollen – was für amerikanische Datenschützer ein gravierende Beeinträchtigung der Privatsphäre darstellt. Schließlich wird jeder Nutzer des Gratis-WLANs darüber lokalisiert, um ihm die passende Werbung an jeder Ecke zuzuweisen. Gleichzeitig wird er so aber auch ausspioniert, „getrackt“ so zusagen.

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eine Initiative von ver.di Gemeinden