Dienstag 6. Juni 2006
Der britische Ableger der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat zusammen mit der britischen Tageszeitung The Observer und der OpenNet Initiative eine Kampagne gegen Internet-Zensur gestartet: Irrepressible.info will demonstrieren, dass niemand davon abgehalten werden kann, seine freie Meinung „online wie offline“ uneingeschränkt zu äußern und nicht durch Repressalien bedrängt werden kann, so die Kampagne. In China, Vietnam, Tunesien, Iran, Saudi Arabien und Syrien würden zu den Staaten zählen, die den Zugang zum Internet zensieren und Einwohner verfolgen und inhaftieren, weil sie online ihre Kritik zu den Verhältnissen geäußert hätten. „Internet-Repression geht nicht nur von Regierungen aus“, erklärt Amnesty International weiter: „IT-Unternehmen haben Systeme mit aufgebaut, die den Einsatz von Überwachung und Zensur ermöglichen. So hat Yahoo! die privaten Daten von E-Mail-Nutzern den chinesischen Behörden übermittelt und damit dazu beigetragen, dass in Fällen unrechtmäßige Verhaftungen statt fanden. Microsoft und Google sind beide den Forderungen der Regierung nachgekommen, aktiv chinesische Nutzer von ihren angebotenen Services einzuschränken.
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