weblog zum Thema

Dienstag 24. Januar 2006

Creative Commons Fundraising: 250 000 $ geschafft!

In einer beispielhaften Aktion hatte Mitbegründer Lawrence Lessig mit seinem Projekt Creative Commons (CC) zum „Last Call for 2005“ aufgerufen: Da das Creative Commons Projekt mit knappen Mitteln zu kämpfen hat und neue Projekte auf dem Spiel stehen, wandte er sich im Oktober mit einer groß angelegten, jährlichen Spendenkampagne an die Internetnutzer weltweit. Bis zum 31. Dezember 2005 sollten 225 000 $ gesammelt werden. Erfreulicherweise ist das Creative Commons auch gelungen: Über 250.000 $ kamen für die Weiterentwicklung des Creative Commons Projektes durch Unterstützer auf der ganzen Welt zusammen! Viele Firmen, wie die freie Foto-Sammlung flickr oder RedHat beteiligten sich mit einer eigenen Spende. Die letzte Hürde wurde am letzten Tag des vergangenen Jahres durch eine Spende von Microsoft geschafft.

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Dienstag 24. Januar 2006

Mit Social Software in die reale Welt: Physisch Taggen mit Semapedia

Man fährt in eine Stadt, steht vor einer Sehenswürdigkeit und hätte gerne die passenden touristischen Infos zur Hand. Nichts leichter als das: Irgendwo am Objekt klebt ein Aufkleber mit dem Weblink zur jeweiligen Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia, der einfach über die Foto-Kamera des Mobiltelefons aufgenommen wird. Darüber lässt kinderleicht über den Netzzugang des Handys die Seite mit den Details aufrufen. Was wie ein Traum für Infojunkies klingt, ist seit diesem Sommer Realität: Das Projekt Semapedia von Alexis Rondeau aus Wien und Stan Wiechers aus New York verknüpft seit August diesen Jahres auf clevere Weise die virtuelle Welt des Internets mit der realen Welt der Stadt: Der Aufkleber mit dem Link nennt sich bei Student Rondeau und Software-Architekt Wiechers „Tag“ in Anlehnung an die Linkverweise, wie sei bei der Social Software eingesetzt werden. Der Link selber wird als grafisches Muster dargestellt, der als Aufkleber, als „Sticker“ an allen öffentlichen Orten auf oder an das betreffende Objekt wie ein Bauwerk oder ein Kunstobjekt geklebt wird: Die physische Manifestation einer Webadresse.

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Dienstag 27. Dezember 2005

Unter dem Dach des Copyleft: Open Content Lizenzen sollen sprachlich angeglichen werden

Rechtsprofessor Lawrence Lessig möchte die Copyleft-Lizenzen, darunter auch die von ihm herausgearbeitet Creative Commons-Lizenzen (CC) sprachlich zusammenfassen, um eventuelle rechtliche Probleme zu vermeiden. Die unter dem Oberbegriff „Copyleft“ versammelten Lizenzen zur Regelung des freien Gebrauchs und der freien Weitergabe von beispielsweise Audio- und Videodateien wären untereinander nicht kompatibel und könnten zu Klagen führen. Die Problematik sieht folgerndermaßen aus: Dokumente, die unter der GNU Free Documentation License (FDL) der Free Software Foundation veröffentlicht wurden, dürfen nicht ohne weiteres in Auszügen für ein Werk benutzt werden, das wiederum unter CC lizenziert wurde. Gerade unter Produzenten von Musik erfreuen sich die CC-Lizenzen wachsender Beliebtheit, schaffen sie doch mehr Klarheit im Rechtedschungel. Laut Technology Review sollen mittlerweile um die 45 Millionen Webseiten eine Rückmeldung geliefert haben, das sie Dateien unter CC-Lizenzen enthalten. Zur konkreten Änderung der CC-Modelle soll sich nun Anfang nächsten Jahres eine Gruppe um Lessig die Angleichung von Creative Commons an die FDL kümmern.

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Dienstag 20. Dezember 2005

Zeitgeschichte remixen: Stöbern im Archiv der BBC

Der außergewöhnliche Pilotversuch „Creative Archive“ der britischen BBC geht in die nächste Runde: 80 Videos mit Aufzeichnungen von historischen Momenten werden zum freien Download angeboten und dürfen weiter verwendet werden. Nach diversen Remix-Wettbewerben für VJs öffnet die BBC nun auch Auszüge aus ihrem Nachrichtenarchiv zum offenen Remixen der Inhalte. Sei es der Fall der Berliner Mauer, die chinesischen Studentenproteste am Pekinger Tiananmen Square oder die Berichterstattung des Fußballspiels Deutschland gegen England im Jahr 1966: Alles darf nach Belieben gesamplet, zerhakt und neu zusammengestellt werden.

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Dienstag 13. Dezember 2005

Wikipedia als Download

In letzter Zeit ist sie war sie in Bedrängnis geraten: In dem frei zugänglichen Online-Lexikon Wikipedia hatte ein unliebsamer Verfasser einen absichtlich fehlerhaften Artikel verfasst, der lange Zeit unentdeckt bleib. Der Betreffende hatte sich einen Scherz damit erlaubt, allerdings mit weit reichenden Konsequenzen. Schließlich ist die Editierfunktion für jeden Benutzer das besondere an der Wikipedia: Jeder kann seinen Anteil an Informationen beitragen und helfen, einen Text zu einem beliebigen Thema zu optimieren. Um die Qualität der Texte weiterhin zu gewährleisten, muss man sich nun zumindest in der englisch-sprachigen Wikipedia anmelden, um an einem Artikel mitschreiben zu können.

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