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Einführung in eGovernment

Nicht nur die Arbeitswelt, auch Demokratie und Gesellschaft werden durch die technische Entwicklung tiefgreifend verändert. Electronic Government ermöglicht neue Formen der Kommunikation zwischen BürgerInnen und ihren öffentlichen Einrichtungen, zwischen Wirtschaft und Verwaltung und den Verwaltungen untereinander.

Welche Qualität diese Formen haben werden ist noch nicht ausgemacht: Bringt sie nur rationellere Bearbeitung der Bürgeranliegen durch die Verwaltungen, verbessert sie die „Dienstleistung Staat“, oder entsteht eine neue Qualität der Demokratie durch mehr und intensivere Formen der Partizipation?

Es wird von der Diskussion um neue Formen von Demokratie und Verwaltung mittels des Einsatzes der Informations- und Kommunikationstechnik abhängen. Diese Diskussion geht deshalb alle BürgerInnen an. Ihr Ausgang und die daraus folgenden Entscheidungen werden wesentlich die Zukunft und Ausgestaltung unserer Gesellschaft bestimmen.

Sie darf nicht denen überlassen werden, die mit der Einführung der neuen Techniken Geld verdienen. Die Strategie und Planung von eGovernment und eDemokratie darf nicht maßgeblich von Hard- und Software-Herstellern und Unternehmensberatern bestimmt werden, die darin geschult sein mögen, Rentabilität und Effizienz zu erhöhen.

Demokratie erfordert eine digitale Architektur, deren Kriterien umfassender sind: Sie erfordert Transparenz, Verständlichkeit und eine Software, die nicht nur die Steuerung von technischen Prozeduren, sondern die offene, öffentliche und allgemein zugängliche Gestaltung von Willensbildungsprozessen und qualitative Alternativen ermöglicht.

governet setzt sich für eine demokratische Entwicklung des eGovernment und die Verwirklichung von eDemokratie ein. governet ist eine Initiative der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, in der sich ArbeitnehmerInnen, Personalvertretungen, Bürgerinnen und Bürger, VerwaltungspraktikerInnen und nationale wie internationale ExpertInnen zusammenfinden.

 
 
  • · 24.08.10

    Sicherheitslücken im ePersonalausweis?

    Das Sicherheitssytem des neuen Personalausweises hat nach Informationen des ARD-Magazins ″Plusminus″ gravierende Lücken. Die Redaktion prüfte zusamen mit dem Chaos Computerclub eine Testversion und zog dann ein vernichtendes Fazit. So sei es mit dem neuen Lesegerät problemlos möglich, an sensible Daten inklusive der Pin-Nummer zu gelangen. Der neue Ausweis soll im November eingeführt werden. Parallel dazu will die Bundesregierung eine Million Lesegeräte kostenlos verteilen. Mit dem Ausweis und dem Gerät sollen nach Plänen der Bundes sichere Geschäfte im Internet ermöglicht werden.

  • · 12.08.10

    Initiative Pro Netzneutralität gegründet!

    Die Initiative Pro Netzneutralität besteht aus PolitikerInnen und NetzaktivistInnen, die die technischen und organisatorischen Grundlagen für ein freies und offenes Internet sichern wollen. Hier könnt Ihr die Erklärung lesen und, wenn Ihr möchtet, Euch der Initiative anschließen und mitunterzeichnen.

  • · 14.07.10

    Ankündigung: Datenschutzdemonstration 11. Sept. 2010 in Berlin!

    ver.di ruft gemeinsam mit vielen Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtlern zur bundesweiten Teilnahme an der Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 11.09.2010 werden wir unter dem Motto „Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!“ auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 13.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages „Freedom not Fear - Freiheit statt Angst“, zu dem weltweit Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden werden.

eine Initiative von ver.di Gemeinden